bedMATE des Monats Nr. 19: Karel Martens

Jeden Monat besuchen wir einen kreativen, farbenfrohen und inspirierenden Menschen: unser „bedMATE des Monats“. Der bedMATE ist das kultigste Produkt in unserer Kollektion. Das extra lange Kissen dient als Kopfteil und zugleich als kuscheliger Begleiter – ein Freund, der dir Halt gibt. Diesen Monat besuchte die Allround-Kreative Nicole Huisman den Grafikdesigner und Typografen Karel Martens. Karel ist unter anderem der geistige Vater von „Colors on the Beach“. Das Kunstprojekt, auf dem die neue farbenfrohe Handtuchkollektion von SUITE702 basiert.Dieses Mal werfen wir einen Blick in das Studio Martens und Martens und haben Karel nach seinen Inspirationsquellen gefragt, was seine Umgebung mit ihm macht und wie er auf die Zusammenarbeit mit SUITE702 zurückblickt.
Woher nimmst du deine Inspiration? Vor allem von „Colours on the beach“. Das eine ergibt sich aus dem anderen und so hängt eigentlich alles zusammen. Im Fall der Strandhäuser in Le Havre war es ein Auswuchs aus einer Bewerbung für ein Festival in Chaumont, das eine Markierung für die verschiedenen Veranstaltungsorte brauchte. Ein Tapetensystem mit einer Serie von 10 verschiedenen A-Bögen, die in 20 verschiedenen Farben und Kombinationen gedruckt wurden.Wie ist das Projekt Colours on the beach entstanden? „Ein Auftrag aus Le Havre für die 500-Jahr-Feier der Stadt. Eine Strandlandschaft mit verschiedenen Farbstreifen an den Strandhäusern. Die Anordnung erfolgte nach einem Algorithmus aus der Gründungsurkunde der Stadt von 1517, der in ein System verschiedener Farbkombinationen für die Strandhäuser umgewandelt wurde.
Bist du ein Einzelkämpfer oder arbeitest du lieber im Team? Ich arbeite gerne allein, aber ich finde es auch interessant, im Team zu arbeiten. Das geschieht im Rahmen von Aufträgen, aber ich arbeite auch gerne mit Studenten zusammen, und Martens und Martens ist natürlich eine Zusammenarbeit.Wie ist es, mit deinen Kindern zu arbeiten?“ Es ist eine Bereicherung, neue Projekte entstehen, weil jeder von uns seine eigenen Qualitäten und Interessen hat, wie zum Beispiel die Arbeit mit Textilien. Die Handtücher sind ein tolles Beispiel dafür. „Colours on the beach“ lebt jetzt in einem neuen Look in der Handtuchkollektion mit SUITE702 weiter, ist das so oder ist das bei anderen Projekten passiert?“ Das ist in der Tat ein klares Beispiel, aber letztendlich lebt alles, was du machst, im nächsten Projekt weiter.
Mit welchen anderen Marken arbeitest du zusammen? Unter anderem mit DUM office, für die wir in Zusammenarbeit mit By Borre Strickwaren entwickelt haben, mit Liberty haben wir an Entwürfen für eine Stoffkollektion gearbeitet, für Hermes haben wir eine Serie von Schals und Taschen entworfen. Mit Individuals haben wir den Tisch WT entwickelt, der demnächst vorgestellt wird, und mit Karimoku arbeiten wir an einem besonderen Projekt, ebenfalls aus Strick. „Vor kurzem hast du den Piet Zwart Preis gewonnen. Das war eine Überraschung und ich fühle mich sehr geehrt! Ich bekomme diesen Preis für meine Arbeit, aber vor allem, weil ich laut Jurybericht neue Generationen inspiriere, auch weil ich immer noch arbeite und neue Herausforderungen meine treibende Kraft sind. Wie funktioniert das?“ Einige davon sind Handdrucke, bei denen ich gefundene Formen mit einer Buchbinderpresse drucke, meistens auf vorhandene Dokumente, die bereits einem anderen Zweck gedient haben, das ist autonome Arbeit. Ich arbeite auch mit dem Computer, auch hier bieten die Möglichkeiten verschiedene Lösungen. Das eine ergibt sich aus dem anderen.
Wie war die Zusammenarbeit mit SUITE702? Fantastisch, sie sind sehr respektvoll mit meiner Arbeit umgegangen. Für eine gute Zusammenarbeit ist es wichtig, dass man sich gegenseitig spürt und respektiert, und das war hier eindeutig der Fall. Außerdem ist die Qualität der Handtücher erstaunlich! Außergewöhnlich, dass aus einem bestehenden Design wieder neue Lösungen entstehen.Wie verbringst du am liebsten deine Freizeit?“ Haha, in meinem Atelier.Wann hast du deine besten Ideen?“ Das kann zu jeder Tageszeit sein, aber nicht selten im Bett. Das Leben ist ein Universum, in dem alles zusammenhängt. Du lebst und arbeitest in dem schönen Gebäude am Silodam in Amsterdam. Wie beeinflusst das dich und deine Arbeit? Sehr viel, das Licht und die Weite. Es ist inspirierend, am Wasser zu leben und zu arbeiten. Die Vielfalt der verschiedenen Schiffe, die sich alle langsam vorwärts bewegen, ist sehr beruhigend und befreiend für den Geist.