Wir müssen überall sein, weil wir etwas verpassen könnten. Es gibt immer eine lustige Party, auf die wir gehen müssen, oder einen interessanten Artikel, den wir lesen und teilen müssen. FOMO, die Fear Of Missing Out (Angst, etwas zu verpassen); jeder kennt sie. Sie ist die treibende Kraft der sozialen Medien. In den sozialen Medien teilen wir unsere Highlights. Jeder hat ein tolles Leben, und wenn du nicht daran teilnimmst, bist du ein Verlierer. Zumindest fühlt es sich so an. Wie bei allem, gibt es auch hier ein Gegengeräusch. Eine Gegenbewegung: JOMO. The Joy Of Missing Out. Sie ist das genaue Gegenteil von FOMO.
Das Konzept von JOMO wurde 2012 von Anil Dash geprägt. Ich habe erst kürzlich zum ersten Mal von JOMO und Anil Dash gehört. Das muss ich in den letzten Jahren gründlich verpasst haben. Wie sich herausstellt, haben alle angefangen, über JOMO und Digital Detox zu schreiben. Bedrock, Viva, whole-life-challenge, aber auch journalistische Medien wie The Guardian und NY Times. Wir erzählen uns jetzt massenhaft in den sozialen Medien, wie schlecht die sozialen Medien wirklich sind.
Wir sollten es in Kauf nehmen, gesellschaftliche Anlässe zu verpassen, uns zu langweilen, nicht auf dem Laufenden zu sein, nicht dazuzugehören. Und uns dabei gut fühlen. Darum geht es doch. Es ist gut für deine Konzentration und deine Kreativität. Es macht dich einfach glücklich. Es ist das Beste, was dir passieren kann, nach Quinoa-Smoothies und weniger Fleisch essen.
SUITE DREAMS //